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Im Slowfox steht „Impetus“ für eine offene Impulsdrehung.
In diesem Begriff steckt, was Impetus Tanz im Kern ausmacht:
die Offenheit, alles willkommen zu heißen,
was da ist und der Impuls zur Richtungsänderung

Vision

Tanz in seiner Lebendigkeit und Ausdruckskraft nimmt wieder mehr Raum in unserem Alltag ein. Neben Freizeitvergnügen und Profitanz wird Tanzen aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit systematisch als Prophylaxe und im therapeutischen Kontext eingesetzt.

“Der Tanz ist eine der perfektesten Formen, um mit der unendlichen Intelligenz in Kontakt zu treten.”
Paulo Coelho

Umsetzung

Die Impetus Tanz gGmbH initiiert tanzkünstlerische Projekte mit Laien. Wir wenden uns an Menschen, die aufgrund verschiedener Umstände (bildungsbezogen, sozial oder finanziell) bisher wenig Bezug zu Kunst haben, in schwierigen Situationen feststecken und die daran etwas ändern möchten.
In diesen Empowerment-Projekten entführen wir die Teilnehmer*innen in ein spezielles Universum. Hier geht es darum, mit allen Sinnen aufzunehmen, in sich zu spüren und den Körper sprechen zu lassen. Der Körper hat seine eigene Weisheit und lässt uns direkt mit dem Unbewussten in Kontakt kommen. So werden Prozesse angestoßen, die eine Weiterentwicklung möglich machen.

Die vielen positiven Auswirkungen des Tanzes auf Körper und Geist bewirken im Zusammenhang mit der gesamten Projektgestaltung bemerkenswerte Veränderungen bei den Teilnehmenden.

“Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe.”  Aus Spanien

Initiatorin

Eva-Maria Richter

Mein Engagement für Tanzprojekte mit Laien ist das Ergebnis eines langen Weges, der sich aus vielen einzelnen Pflastersteinen zusammensetzt. In die Tätigkeit bei der Impetus Tanz gGmbH bringe ich neben meiner Begeisterung die Summe meiner Erfahrungen und Kenntnisse der vergangenen Jahre ein.

Eva-Maria Richter, Geschäftsführerin

Zunächst studierte ich Betriebswirtschaftslehre an der LMU München. Nach einigen Berufsjahren in der Softwarebranche widmete ich mich ganz meinen zwei Kindern. In dieser Zeit machte ich verschiedene Ausbildungen im psychologischen Bereich, geleitet von meiner Neugier und der wachsenden Freude daran, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen (Ausbildung zur Prozessberaterin beim Team Dr. Rosenkranz, Gräfelfing; Fernstudium Betriebspsychologie an der AKAD Stuttgart; Grundausbildung Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg in München; Ausbildung zum Empathischen Coach, metapuls, Zürich.)

Nach dem Umzug der ganzen Familie 2007 nach Toulouse, Frankreich, engagierte ich mich in verschiedensten Bereichen ehrenamtlich (bspw. bei Les Restos du coeur, MIEU - Europäisches Projekt für Migranten, in Programmen für Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen).

Als ich 2014 begann, Kurse in zeitgenössischem Tanz zu belegen, entdeckte ich das starke transformative Potential des Tanzes. Es taten sich für mich völlig neue Räume und Erfahrungen auf. Mein Körper spiegelte mir Grenzen, nicht nur auf körperlicher Ebene, wider. Das Ausloten und Erweitern im Körperlichen bewirkte ein Wachstum auf seelischer Ebene. Fasziniert von den eigenen Erfahrungen befasste ich mich tiefer mit dem Phänomen Tanz als Katalysator. So fasste ich schließlich den Entschluss, den Tanz als zentralen Punkt in Projekte einzubringen.

In dem Projekt „Caravaggio bewegt“ in Zusammenarbeit mit Fokus Tanz e.V. München und der Alten Pinakothek München im Mai 2019 mit ca. 70 Münchner Schüler*innen brachten wir darstellende Kunst und bildende Kunst in einer spannenden Form zusammen. Auch hier wurde die Kraft des Tanzes wahrnehmbar. Ich konnte beobachten, wie die jungen Menschen sich veränderten – Augen begannen zu leuchten, der Gang wurde selbstbewusster, der Blick fokussierter. Dies sind die Momente, die mich ganz klar wissen lassen: Das ist der richtige Weg!

Aktuell ist mein Anliegen, Menschen in schwierigen Situationen zu erreichen und zu unterstützen.

(Foto privat)

Warum gerade tanzen?

Gehören Sie zu den Menschen, die mit Begeisterung tanzen, oder haben Sie sich schon als Teenager lieber am Rand der Tanzfläche eingerichtet? Vielleicht lohnt ein zweiter Blick, um das Potential des Tanzens neu zu entdecken.

Tanz fordert den Menschen stets in vielerlei Hinsicht, er beinhaltet neben dem Künstlerischen und der intensiven Selbstwahrnehmung auch die Dimension der Bewegung und bietet sich dadurch gerade zur Verarbeitung psychischer Belastungen besonders an. Auch in anderen Lebenskonstellationen sind Tanz-Kunst-Projekte geeignet, Menschen durch die eigene künstlerische Betätigung neue Perspektiven zu ermöglichen. Diese können den Alltag der Teilnehmenden positiv beeinflussen.

“Nichts formt den Charakter so sehr wie die eigene Schöpfung. Wenn man das Unmögliche möglich macht, entsteht Glück.”
Thomas Druyen, Soziologe, Spiegel Ausgabe Nr. 50 2020

Wissenschaftliche Belege

Inzwischen gibt es mehrere wissenschaftliche Untersuchungen zu den Auswirkungen von Tanz. Die Dissertation „Tanzen: Subjektive und psychobiologische Wirkungen“ von Cynthia Quiroga Murcia belegt mit Studien die Wirksamkeit sowohl zur Verbesserung des Wohlbefindens als auch als Therapieform zur Behandlung psychischer und psychosomatischer Störungen. Darüber hinaus schreibt sie über den erfolgreichen Einsatz von tanztherapeutischen Interventionen im Umgang mit sozial benachteiligten Randgruppen.

Auszug

Auszug aus der Dissertation „Tanzen: Subjektive und psychobiologische Wirkungen“, vorgelegt beim Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main von Cynthia Quiroga Murcia, Frankfurt am Main, 2010 (D30)

„Anwendungen der Tanztherapie sind mittlerweile in unterschiedlichen medizinischen Feldern indiziert. Empirische Studien, welche erst in jüngster Zeit durchgeführt werden, unterstützen evidenzbasiert die positiven Wirkungen der Tanztherapie auf verschiedene emotionale und körperliche Beschwerden. Zum Beispiel in der Psychosomatik bei Menschen mit Fibromyalgie, in der Psychiatrie bei Depressionen, in der Neurologie bei Patienten mit Parkinson, in der Onkologie bei Patientinnen mit Brustkrebs, in der Endokrinologie bei Patienten mit Diabetes sowie in der Kardiologie bei Herzerkrankungen. Auch werden tanztherapeutische Interventionen im Umgang mit sozial benachteiligten Randgruppen und traumatisierten Opfern von Gewalt mit Erfolg eingesetzt.“

Das vollständige Dokument finden Sie hier. 

Positive Effekte

In dem Buch „Tanzen ist die beste Medizin“  finden Sie weitere spannende Erkenntnisse aus Studien. Hier ein paar Beispiele, was Tanzen bewirken kann:

  • Verbesserung der Gedächtnisleistung (Vorbeugung von Demenz)
  • Steigerung der kognitiven Flexibilität
  • Erhöhung des gegenseitigen Verständnisses, der Empathie (Spiegelneuronen)
  • Verbesserung der Kooperationsfähigkeit
  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Schulung von Konzentration und Gleichgewichtssinn
  • Verbesserung der körperlichen Fitness und der Körperbeherrschung

Methode

Wichtige Prinzipien der Arbeitsweise sind Wertschätzung, Potentialorientierung und Intensität.

Impetus Tanz schafft einen geschützten Rahmen zur Förderung von Selbstwahrnehmung und Reflexion, sich zeigen und in Beziehung gehen. Das Erkennen von inneren Mustern und Blockaden im Laufe der gemeinsamen Arbeit bildet die Basis dafür, dass diese bearbeitet und überwunden werden können. Die Arbeit in der Gruppe unterstützt diese Prozesse zusätzlich.

Methode

Ausgerichtet auf Wagen und Wachsen auf der Seite der Teilnehmenden stehen begeistern und befähigen im Fokus des Teams. Die Intensität der Proben über einen längeren Zeitraum hinweg ermöglicht es, einem hohen professionellen Standard gerecht zu werden. Dafür arbeiten wir in einem qualifizierten Team. Gleichzeitig spielt Lebendigkeit immer eine große Rolle. Flow entsteht, wenn die volle Konzentration auf eine Aufgabe mit einer spielerischen Herangehensweise zusammenfällt. Hier werden neue Wege sichtbar, das Leben zu gestalten. Die Aufführungsorientierung gibt dem Ganzen noch eine besondere Dimension. Es wird auf ein gemeinsames Ziel hingearbeitet, jedes Gruppenmitglied ist wichtig. Am Ende steht das großartige Gefühl, etwas Besonderes geschafft zu haben. Der Mut, sich zu zeigen, wird belohnt mit der Freude über den Erfolg - der ideale Nährboden zur Entwicklung von Selbstwirksamkeit!

re:source

Vom 21. September bis zum 13. Oktober 2021 fanden sich erwachsene Laien zu einem Tanz-Kunst-Projekt in der Pinakothek der Moderne zusammen. Unter der Überschrift „Kunst und Corona“ diente die Installation „Howl“ von Anish Kapoor als Inspiration zur tänzerischen Auseinandersetzung mit Themen rund um Corona.

Wir danken der Kunstvermittlung der Pinakotheken, insbesondere Pia Brüner und Simone Ebert, für die freundliche Aufnahme und tatkräftige Unterstützung des Projektes.

Arbeitsweise

Für diese Tanz-Kunst-Projekte konnten wir Ellen Steinmüller als tanzkünstlerische Leitung gewinnen. Ihre spezielle Arbeitsweise basiert auf der künstlerischen und methodisch-didaktischen Herangehensweise von Dance United, einer innovativen britischen Tanzorganisation mit dem Fokus auf soziale Inklusion, in der sie über viele Jahre hinweg tätig war. Die Effektivität dieser Praxis und ihre positiven Auswirkungen auf Selbstvertrauen, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie körperliche Gesundheit wurde in zahlreichen Studien und Evaluationen belegt.
Die Methode ist geprägt von einer grundlegend wertschätzenden Haltung und dem Glauben an das große Potential der Menschen, mit denen wir arbeiten. Dabei orientieren wir uns an der professionellen Arbeits- und Aufführungspraxis des zeitgenössischen Tanzes und sind geleitet von unseren drei Grundprinzipien: Professionalität des Arbeits- und Aufführungsrahmens, Intensität durch tägliche und mehrstündige Proben und Zielgerichtetheit durch Aufführungsorientierung. Neben einem hohen künstlerischen Anspruch bildet ein strukturierter, geschützter und sicherer Arbeitsrahmen durch eine vorgearbeitete choreographische Dramaturgie und die Betreuung durch ein interdisziplinäres Team einschließlich des Team-Teaching-Ansatzes die Grundlage zur Befähigung unserer Teilnehmer*innen, über sich hinauszuwachsen und jenseits negativer Selbstverständnisse ihr Potential zu entfalten.

Caravaggio bewegt

Ein herzlicher Dank an Herrn Dr. Ebert, den Kurator der Ausstellung, für die freundliche Aufnahme und Unterstützung des Projektes!

"Dank des persönlichen Engagements und des Ideenreichtums von Eva-Maria Richter gelang es 2019, in Zusammenarbeit mit "Fokus Tanz e.V.", für Münchner Schulklassen und das Ensemble "InBetween" ein unvergessliches Tanz-Projekt anlässlich der Ausstellung "Utrecht, Caravaggio und Europa" in der Alten Pinakothek zu realisieren. Indem die jungen Tänzer die dramatischen Bildinszenierungen Caravaggios und seiner Nachfolger durch Körperbewegungen in gemeinschaftlichen Aktionen nachempfanden, näherten sie sich den Kunstwerken auf eine für sie grundlegend neuartige Weise. Die positive Resonanz der Schüler wie auch der Zuschauer bestärken uns, weiterhin neue und individuelle Wege zur Vermittlung von Kunst zu suchen. Besonders hervorzuheben ist, dass es gelungen ist, gerade jene Altersstufe bei den Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe anzusprechen, mit der künstlerische Arbeit und Vermittlungsarbeit besonders schwer zu leisten ist."

Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen

Fördern

Werden Sie Unterstützer unseres Projektes re:source, das in Zusammenarbeit mit der Pinakothek der Moderne in München stattfindet. Das Projekt richtet sich an Menschen, die unter den Corona-bedingten Einschränkungen psychisch besonders leiden und die bereit sind, daran etwas zu ändern.

Beiträge wie Ihrer machen unsere Arbeit möglich!

Bankverbindung:

Impetus Tanz gGmbH
GLS Bank
IBAN DE08430609671204193400
BIC GENODEM1GLS

Die Impetus Tanz gGmbH ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung benötigen, schicken Sie uns bitte Ihre vollständige Adresse per Mail zu.  (info@impetus-tanz.org)

Unser Dankeschön

Mit Ihrer Spende machen Sie im Leben der Teilnehmer*innen einen echten Unterschied! Herzlichen Dank dafür!

Alle Förderer bekommen nach Abschluss des Projektes einen Link zu einem Blogbeitrag über das Projekt zugeschickt. Dazu müssen Sie uns bitte Ihre E-Mailadresse mitteilen.

Zusätzlich dazu bekommen Sie bei einer Spende ab

200 €uro:      ein Ticket für die Aufführung re:source in der Pinakothek der Moderne

500 €uro:      drei Tickets für die Aufführung in der Pinakothek der Moderne

1185 €uro:*  zwei Tickets für die Aufführung in der Pinakothek der Moderne und
                        einen Platz in einer Spezialführung in der Pinakothek der Moderne

6000 €uro:    zwei Tickets für die Aufführung in der Pinakothek der Moderne und eine
                        Privatführung in der Pinakothek der Moderne für bis zu 8 Personen

(* Das entspricht den Kosten für einen Teilnehmerplatz in dem Projekt, wenn Sie zwei Plätze fördern, bekommen Sie natürlich auch zwei Plätze in der Führung.)


Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden selbstverständlich ebenfalls zur Aufführung in der Pinakothek der Moderne eingeladen!

Die lange Nacht der Demokratie

#langenachtderdemokratie

Die „Lange Nacht der Demokratie“ findet am 2. Oktober 2021 statt – ein Jahr später als ursprünglich geplant. Sie ermöglicht Inspiration, Begegnung sowie Reflexion zur Bedeutung von Demokratie. Wir fragen: Was hält unsere Gesellschaft zusammen – in der Kommune, in Bayern, in Deutschland und in Europa? Die Lange Nacht findet in über 30 Kommunen in Bayern zeitgleich statt, von Bayreuth bis Rosenheim. Wir wollen in vielfältigsten Formaten über Demokratie philosophieren, diskutieren, streiten und slammen, wir wollen Musik und Kultur genießen, lachen und feiern.

Die „Lange Nacht der Demokratie“ ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern.

Die “Lange Nacht der Demokratie” München findet im Werksviertel-Mitte statt. Wir freuen uns auf viele Workshops und Gespräche in UMADUM – Das Münchner Riesenrad! Ermöglicht hat dies unser Crowd-Funding-Wettbewerb Demokratie*Rad!

#wertebuendnisbayern:

Seit der Gründung im Jahr 2010 hat sich das Wertebündnis Bayern zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Mittlerweile vereint das Bündnis knapp 200 Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter Kirchen, Religionsgemeinschaften, Lehrer- und Elternverbände sowie Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Weitere Informationen unter https://www.lndd.de/muenchen

Impetus Tanz wird im Kinder- und Jugendprogramm um 17 Uhr einen einstündigen Hip-Hop-Workshop für 12- bis 18-Jährige anbieten.

Mitmachen

Möchten Sie gern in einem Projekt mittanzen? Auf unserer Website finden Sie stets die aktuellen Angebote.

Haben Sie Lust, unsere Arbeit durch ehrenamtliches Engagement zu unterstützen? Tun Sie das, was sie gern und gut machen für einen guten Zweck! Das könnten Tätigkeiten sein wie Buchhaltung, Kostüme nähen, Schminken und Frisieren für die Aufführung, allgemeine Verwaltungsaufgaben, Pflegen der Website, Flyer entwerfen, … Sie sind herzlich willkommen!

Partnerschaft

Haben Sie Interesse, ein Projekt in Kooperation mit Impetus Tanz zu entwickeln?  Wir richten uns an

  • Soziale Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen
  • Arbeitsagenturen, Kursanbieter
  • Museen
  • Theater
  • Organisatoren von Kulturveranstaltungen u.ä.

Bei Interesse melden Sie sich direkt bei Eva-Maria Richter, eva-maria.richter@impetus-tanz.org.
Ich freue mich über Ihre Anfrage.